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Kräuter&Co. - Fühlen Sie Grün

Bärlauch

Grün ist die Hoffnung. Grün ist die Farbe der Natur. Mitten im Grünen finden wir bei genauem Hinschauen jede Menge Kräuter: Unkräuter, Wildkräuter und Zauberkräuter.

Von der heilenden Kraft der Kräuter

Zu allen Zeiten und in allen Kulturen waren die Frauen die Hüterinnen des alten Heilwissens. Vielleicht ist es in einer persönlichen Umbruchsituation ablenkend und heilsam für Kopf&Körper sich mit verloren Geglaubtem zu beschäftigen.

Uraltes Wissen frisch aufgespürt

Das Wissen um die Kraft der Kräuter hat in grauer Vorzeit unser Überleben gesichert. Frauen gaben es untereinander weiter. Von der Mutter zur Tochter, von Generation zu Generation. Leider sind die Wildkräuter in den harten Kriegszeiten des letzten Jahrhunderts als Nahrung der Hungernden so sehr in Verruf geraten, dass bis vor wenigen Jahren jeder Kontakt mit dem einheimischen Grün verpönt war. Zu Unrecht.

Entdecken Sie ein spannendes neues Hobby

Ich weiß noch ganz genau, wie mein erster Kontakt zu Wildkräutern war: recht unentspannt kaute ich auf einem Bärlauchblatt, das meine Freundin Bea mir zu den Spaghetti auftischte und hörte tief in mich rein, ob sich schon erste Vergiftungserscheinungen zeigten. Was natürlich nicht passierte.
Seither bringe ich mir im Frühjahr immer ein kleines Sträußchen Bärlauch aus dem Wald mit. Letztes Jahr habe ich zum ersten Mal Waldmeister erkannt und seit kurzem gehört in meinen Topfenaufstrich unbedingt Vogelmiere oder Giersch. Und mit jedem Wildkraut, das ich für die Küche neu entdecke, spüre ich eine satte Faszination.

Unkraut versus Apotheke

Meine eiskalten Hände und Füße habe ich übrigens auch in den Griff gekriegt. Wie? Ganz einfach: man nehme über mindestens ein Jahr jeden Tag Brennnesseln zu sich. Ich habe mich für Tee entschieden und Sie werden es nicht glauben, ich sammle sie selbst. So war es für mich in diesem spannenden Feld ein einfacher Sprung vom Kraut zur den natürlichen Hilfsmitteln. Woran es genau liegt, kann ich nicht sagen, aber eines weiß ich genau: wer Zwiebelsud mit Honig gegen Husten nimmt und Kartoffelsäckchen bei drohender Bronchitis anwendet, überlebt auch.

Wildpflanzen für Ihren Genuss und Ihre Vitalität

Immer mehr Naturliebhaber und experimentierfreudige Hobbyköche entdecken die Möglichkeit, von Wanderungen und Waldspaziergängen eine reiche Vielfalt von Wildpflanzen mit nach Hause zu bringen. Und wahrlich bietet die Natur diesbezüglich wahre Schätze an. Auf Äckern, auf der Wiese, im Wald, unter Hecken und an Bach- und Seeufern finden sich viele Pflanzen, die nicht nur eine Augenweide sind. Sie sind Nahrung für den Körper, Medizin für den Menschen und erfreuen die Seele.

Besonders aufregend ist es natürlich im Frühling, wenn das erste Grün wieder kommt und zartgrüne Sprossen und Blättchen für die erste Frühlingsmahlzeit gesammelt werden können. Diese ersten Pflanzen sind besondere Vitaminspender. Sie üben eine starke Heilkraft auf den gesamten Organismus aus und vertreiben rasch die Frühjahrsmüdigkeit. Aber auch der üppige Sommer und der Herbst halten viele Möglichkeiten bereit, die Gaben der Natur zu sammeln und zu genießen.

Tipps zum Einstieg

Der beste Einstieg ist ein geführter Spaziergang.
Es ist sehr hilfreich, sich vorher mit dem Thema vertraut zu machen. Doch bevor der Laie sich selbst aus der Natur verköstigt, sollte man auf Nummer Sicher gehen. Denn wieder erkennen ist einfacher als entdecken. Es gibt eine ganze Anzahl von Kräuterkundigen, die in ca. 2 Stunden auf einem Spaziergang nicht nur Kräuter zeigen und sammeln, sondern meist eine Verkostung mit selbstgemachtem Aufstrich zur Jause anbieten. Wenn’s mal bitter wird oder scharf, hilft ein Schluck Liebstöckeltee.

Infos Zur den Kräuterwanderungen:
In Wien und Umgebung:
Dr. Petra Zizenbacher,
Mackgasse 6,
1230 Wien,
Tel. + Fax: 01 / 403 73 81

und

Kräuterfee Elisabeth Mayer
tel. 0664/240 22 56 und 02243/33042,
Elisabeth Mayer ist in ganz Österreich aktiv.

Kräuterpeter:
Peter Pavlik,
Tel. 0676/938 38 67,
der Kräuterpeter lebt in Niederösterreich,
www.engelrauch.at

Gedrucktes Wissen:

Seit einigen Jahren gibt es bei einheimischen Verlagen sehr gute Bücher zum Thema Wildkräuter, Sammeln und Verarbeiten. Die meisten sind so spannend geschrieben, dass man sogar Kinder dafür begeistern kann.


Susanne Till:
Wildkräuter Delikatessen
Einfach & sicher bestimmen. Köstlich& raffiniert zubereiten.
175 Seiten, viele Farbabb. und Zeichnungen, 16,5 x 24 cm, Residenzverlag, St. Pölten, 19,90 Euro

Ein wunderbares Einsteigerbuch. Leicht verständliche Beschreibungen der Pflanzen und der Unterschiede zum jeweiligen Doppelgänger helfen beim sicheren Erkennen. Fotos, Zeichnungen und Beschreibungen zeigen, dass Bärlauch nicht Maiglöckchen oder Herbstzeitlose sein kann, Beifuss nicht Eisenhut und Hopfen keine Zaunrübe.
Der Rezeptteil ist übersichtlich und einladend. Medizinische Hinweise und Tipps zum Anbau sowie ein Sammelkalender runden das Angebot ab.


Elisabeth Mayer
WILDFRÜCHTE, -GEMÜSE, -KRÄUTER
Erkennen • Sammeln & Genießen
158 Seiten, ca. 60 Farbabb., 16,5 x 22 cm, Hardcover, 15,80 Euro

Das Buch leitet an, diese Schätze der Natur zu entdecken, zu sammeln und zu genießen. Wildgemüse und -kräuter, wie Bärlauch, Brennnessel, Giersch, Sauerampfer und Waldmeister, sowie Wildfrüchte, wie Schlehe, Hagebutte, Weißdorn u. v. a. lassen sich auf die vielfältigste Weise zubereiten. Viele schmackhafte und ungewöhnliche Speisen - von der Suppe bis zum Dessert - werden Sie überraschen.
Inhalt:
61 köstliche Wildpflanzen im Porträt: Sammeln leicht gemacht
Die besten Rezepte für Suppen und Salate, Aufstriche, Hauptspeisen, Beilagen und Desserts!
„Kapern“ aus Blütenknospen, Kräuter-Würzwürfel und -pasten, Kräuteröl und -essig, Kräutersalz selbst gemacht!
Verzuckerte Blüten, Blütenzucker, Blüteneiswürfel
Limonaden, Blütentee, Beerengelee und -sirup, Kräuterlikör
Duftkissen und Kosmetika selbst gemacht.

Tee ist nicht gleich Tee

Mit Tee ist immer ein eigenes Flair verbunden. Die Tasse Tee steht für das Innehalten in der Hektik des Alltags. Sie ist Symbol für den kleinen Genuss zwischendurch, für die Pause, in der man sich entspannt, zu sich selbst findet, Kraft schöpft. Teekultur verlangt zumindest ein Minimum an Tätigkeit bei der Zubereitung. Tee trinken - das tut man selten nebenher. Es handelt sich gleichsam um eine Zeremonie. Sie nimmt die Aufmerksamkeit des Geistes wie der Geschmacksempfindung auf behutsame Art in Anspruch. Der Duft einer Tasse Tee bedeutet für viele das Aroma von Lebensgefühl.
Seit man unter Tee nicht bloß den „Schwarzen“ aus asiatischen Anbaugebieten versteht, sondern die bunte Vielfalt unserer heimischen Kräuter- und Früchtetees (wieder-)entdeckt hat, gibt es Tee für jeden Geschmack, für jeden Anspruch und für Teetrinker jeglichen Alters.
Kräutertees sind nicht nur traditionelle Heilmittel. Sie sind erfrischender Haustrunk genauso wie exquisites Getränk in geselliger Runde, sind Energy Drink und Durstlöscher. Sie schmecken Kindern wie Erwachsenen, sie regen am Morgen an und am Abend nicht auf. Und vor allem: Ihre Nebenwirkung ist Gesundheit.
Angesichts der Vielfalt an Kräutern, Blüten und Früchten, die uns die Natur für die Teebereitung anbietet, stößt auch die anspruchsvollste Geschmackphantasie kaum an Grenzen.


Manfred Neuhold
Tee aus heimischen Früchten und Kräutern
128 Seiten, ca. 50 Farbabb., 16,5 x 22 cm, Hardcover, 15,80 Euro
Das große Praxisbuch heimischer Kräuter- und Früchtetees!

Rund 40 Kräuter und Früchte im Portrait, Zubereitung, Geschmack sowie Wirkung und Anwendung für Genuss, Gesundheit und Kosmetik.
Teekräuter sammeln
Teekräuter im Gartenbeet oder Blumentopf selbst ziehen
Richtig trocknen: Aroma entfalten und bewahren
Selbst fermentieren leicht gemacht: Schwarztee aus Brombeer-, Himbeer-, Erdbeer- und
Brennnesselblättern
Teeliköre und Longdrinks, Teemischungen und –desserts.
Dieses Buch leitet an, eine Welt aus Kräutern und Früchten zu entdecken. Bereiten Sie Ihren persönlichen festlichen Punsch, Ihren feinen Teelikör, Ihren Cocktail und Longdrink.
Und wer schließlich die Grundstoffe für seinen Teegenuss wachsen sieht, sie vielleicht sogar selbst zieht und pflegt, sie erntet, trocknet und selbst fermentiert, kann mit vollem Recht behaupten: Tee aus unseren heimischen Kräutern, Blüten und Früchten – das ist von der Phantasie des Menschen und der Kraft des Wassers veredeltes Aroma der Natur.

Ganz besondere Highlights

Kräuterfee Elisabeth
Kräuterspaziergänge mit Kindern
Viele hundert Kinder sind schon mit der Kräuterfee durch den Wienerwald gewandert und auf den Geschmack und den Spaß des Selbersuchens und -sammelns gekommen. Es ist eine Freude mit anzusehen wie sie sich über jedes Pilzchen, jede Beere, die sie entdecken, freuen. Bei der gemeinsamen Jause mit selbstgemachtem Topfenaufstrich und den Geschichten der Kräuterfee kommen auch ganz große Kinder ins Schwärmen.
Im Rahmen der Familientage-Aktionen gibt es monatlich von der Karwoche bis Weihnachten im Raum Wien eine Kräuterfee-Aktion. Auch im Rahmen des Wiener Ferienspieles wandert die Kräuterfee.
Die Broschüre zu den Veranstaltungen kann beim Verein wienXtra (tel: 01 / 4000 84368) bezogen werden und erscheint monatlich. In ihr sind unter anderem die Termine der Kräuterfeen-Wanderungen für Kinder ersichtlich.
Weiter Infos: Elisabeth Mayer: 0664/240 22 56 und 02243/33042
Link http://www.kraeuter-fee.at

Lebendes Wissen aus Klöstern

Gerade in den Klöstern ist das Wissen um die heilende Wirkung von Kräutern und Wasser noch lebendig. Durch Überlieferung ist es uns heute oft noch in seiner ursprünglichen Form zugänglich. Der Kräutergarten des Stiftes Geras etwa zeigt heimische Heil- und Küchenkräuter. Er wird von Kräuterpfarrer Hermann Josef Weidinger betreut.
Prämonstratenserstift Geras, Hauptstr. 1, 2093 Geras
Tel. 0 29 10/345-0
www.stift-geras.at

Kräutergarten Cividino

Inmitten des Naturparks Pöllauer Tal liegt der Kräutergarten Cividino. Im der 2.000 qm großen Oase finden sich fast vergessene Volksarzneipflanzen neben Heilpflanzen der Hildegard von Bingen. Gewürzfreunde können sich satt gustieren selbst Färbe- und Kosmetikpflanzen findet man hier. Überraschend ist der Duftgarten mit einem Hauch Mohnweckerl, Gummibärli und Schokolade. Deutlich unangenehmer ist der Stinkgarten.
Öffnungszeiten: Mai bis Oktober
Fam. Cividino, Freifeldweg 250, 8225 Pöllau
Tel. 0 33 35/23 39
www.naturpark-poellauertal.at

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